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Zahlungsverkehr
In unseren modernen, hochkomplexen und vielfältig vernetzten Gesellschaften gibt es täglich Millionen und Abermillionen von Zahlungsvorgängen. Bei diesen Zahlungsvorgängen handelt es sich um das Begleichen einer Schuld, die ein Zahlungsverpflichteter bei einem Zahlungsberechtigten hat. Diese Schuld kann auf vielerlei Arten entstehen, z.B. dadurch, daß der Gläubiger dem -) Schuldner eine Ware liefert, ihn mit einer Dienstleistung versorgt, ihm eine Sache zum Gebrauch überläßt u.v.a.m. Die Gesamtheit aller dieser einzelnen Zahlungsvorgänge nennt man auch den Zahlungsverkehr. Der Zahlungsverkehr erfolgt entweder als Bar- oder als bargeldloser Zahlungsverkehr (Bargeld und Buchgeld). Barzahlungsverkehr ist besonders bei der Konsumtion privater Haushalte üblich, aber auch hier wird er mehr und mehr durch bargeldloses Zahlen ersetzt. Selbst beim Erwerb täglicher Gebrauchsgüter können Kunden schon häufig die Möglichkeiten der Kartenzahlung nutzen. Ob Supermarkt oder Tankstelle, Bahnschalter oder Reisebüro, Kreditkartentelefon oder Restaurant - überall setzt sich zunehmend das bargeldlose Zahlen durch. Gerade bei geringeren Rechnungsbeträgen wird in der Regel noch vor allem das Bargeld eingesetzt. Allerdings gibt es wohl kaum noch jemanden, der sich sein Geld während der Öffnungszeiten am Bank- oder Postschalter auszahlen läßt und dafür Schlangestehen in Kauf nimmt. Bargeld ist mittlerweile an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr erhältlich, und das (fast) überall auf der Welt. Als Voraussetzung dafür genügen Geldkarte und Geldautomat. In vielen Ländern Europas lassen sich die Automaten mit der ec-Karte bedienen, außerhalb Europas empfiehlt sich eine Kreditkarte mit Geldkartenfunktion. Daran erkennt man schon, daß der bargeldlose Zahlungsverkehr über die nationalen Grenzen hinaus, sprich: weltweit, reibungslos funktioniert. Für den Barzahlungsverkehr gilt das nicht. Ihm stehen die unterschiedlichen Währungen entgegen, die für Barzahlungen im Ausland den Erwerb der nationalen Währung erforderlich machen. Bestimmte Ausnahmen in armen Ländern (und in einer rechtlichen Grauzone) bestätigen die Regel. Mit der Einführung des Euro wird in den Teilnehmerländern der Europäischen Währungsunion ein unproblematischer zwischennationaler Barzahlungsverkehr möglich. Daneben stellt der Euro allerdings auch eine erhebliche Erleichterung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs dar. Schwankungen der Währungskurse haben keinen Einfluß mehr auf die Geschäfte zwischen Partnern der Eurozone, bevorteilen und benachteiligen niemanden. Die wichtigsten Mittel des bargeldlosen Zahlungsverkehrs sind Lastschrift, Scheck und Überweisung.
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