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Weltbank

Auf der Währungs- und Finanzkonferenz der Vereinten Nationen in Bretton Woods (Bretton-Woods-Abkommeri) wurde 1944 nicht nur die Bildung des Internationalen Währungsfonds (IWF) beschlossen, sondern auch die Gründung der Weltbank, die dann 1945 erfolgte. Der eigentliche Name der Bank, die allgemein Weltbank genannt wird, ist International Bank for Reconstruction and Development (IBRD, Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung); j ihr Sitz ist Washington.

Nur Staaten können der Weltbank angehören. Sie müssen zuvor dem Internationalen Währungsfonds beigetreten sein. Deutschland ist seit 1952 Mitglied der Weltbank.

Die ursprüngliche Aufgabe der Weltbank, der erste Teil ihres Namens sagt es, bestand in dem Wiederaufbau des kriegszerstörten Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Nachdem jedoch 1948 das European Recovery Program (ERP) aufgelegt worden war und Eigenanstrengungen der europäischen Staaten mitgroßzügiger Finanzhilfe aus den USA verband (»Marshallplan«), trat der Aspekt der Entwicklung ärmerer Länder zunehmend in den Vordergrund. Heute werden vor allem Projekte in den Entwicklungsländern und in den ehemals sozialistischen Ländern Ost- und Mitteleuropas durch langfristige Kredite gefördert.

Da die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung nach ihren Statuten nur Darlehen an Regierungen oder durch Regierungen garantierte Darlehen zur Verfügung stellen darf, wurde 1956 mit der International Finance Corporation (IFC, Internationale Finanz-Corporation) eine Beteiligungsgesellschaft gegründet, die ein Schwesterinstitut der Weltbank darstellt. Über die IFC können gemeinsam mit privaten Kapitalgebern und ohne Regierungsbeteiligung oder -garantie Projekte angestoßen und finanziert werden. 1960 kam dann noch die International Development Association (IDA, Internationale Entwicklungsorganisation) dazu, die das Ziel verfolgt, Entwicklungsländern Darlehen zu günstigen Konditionen zur Verfügung zu stellen.

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