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Information

(engl. information) Dieser grundlegende Begriff wird wie die angrenzenden Begriffe Daten und Wissen, die oft synonym oder zur gegenseitigen Definition verwandt werden, in Wissenschaft und Praxis nicht einheitlich definiert und verwendet. Etymologisch ist er von dem lateinischen Begriff informatio = Formgebung, Gestaltung, Erläuterung abgeleitet.

1) In der klassischen Informationstheorie wird Information (nach Shannon und Wiener) als das Maß der Reduktion von Unbestimmtheit verstanden. Dieser Informationsbegriff steht aus dem Blickwinkel der Übertragung von Informationen in engem Zusammenhang zur Nachrichtentechnik und ist damit für die Wirtschaftswissenschaften nur bedingt zweckmäßig.

2) In der Betriebswirtschaftslehre wird Information (nach Wittmann) teilweise als zweckbezogenes Wissen zur Vorbereitung und Durchführung von Handlungen und Entscheidungen verstanden. Damit stellen Informationen jeweils die Teilmenge der Wissensbasis dar, die für den konkret betrachteten Zweck relevant ist. Dieser Ansatz steht allerdings dem allgemeinsprachlichen Verständnis entgegen, dass Wissen in der Begriffshierarchie auf einer höheren Ebene als Information steht. Ferner ist zunächst der Begriff Wissen zu erklären.

3) Systematisch kann man Daten, Information und Wissen folgendermaßen hierarchisch abgrenzen (vgl. die Abbildung auf S. 149). Daten sind Zeichen oder kontinuierliche Funktionen, die aufgrund von bekannten oder unterstellten Abmachungen oder vorrangig zum Zwecke der Verarbeitung Informationen darstellen (DIN 44300). Das heißt, Daten können als technische Repräsentationen von Informationen betrachtet werden. Die Interpretation von Daten in einem Kontext führt zu Informationen im Sinne von Kenntnissen zu Sachverhalten. Beispielsweise kann die Zeichenkette 13101974 die Information induzieren, dass das Geburtsdatum einer bestimmten Person der 13. Oktober 1974 ist. Informationen sind ein immaterielles Gut (Güter), das dazu dient, zweckorientiertes Wissen zu bilden. Wissen kann man verstehen als kognitiv verarbeitete und «verstandene» Informationen im Sinne der Kenntnis von Zusammenhängen (Mustern). Der Zweck von Wissen besteht in der Vorbereitung und Durchführung von Entscheidungen und Handlungen. Beispielsweise kann aus einer Analyse von empirischen Informationen zum Käuferverhalten (hypothetisches) Wissen über entsprechende Kausalzusammenhänge resultieren, was wiederum Entscheidungen zu einzusetzenden Marketingmethoden unterstützt.

4) Zunehmende Bedeutung gewinnt die Betrachtung von Informationen als Produktionsfaktor. Analog zu den klassischen Produktionsfaktoren ergibt sich hieraus die betriebliche Aufgabe des Managements der Ressource Information (Informationsmanagement). Primäres Ziel ist dabei die Unterstützung von Entscheidungsprozessen durch Verarbeitung und Bereitstellung relevanter Informationen zur Deckung des Informationsbedarfs betrieblicher Entscheidungsträger. Während im betrieblichen Kontext oft alle notwendigen Daten bzw. Informationen potenziell vorhanden sind (z. B. die grundlegenden Transaktionsdaten in klassischen Datenbanksystemen), bleibt die spezifische Erschließung dieser Informationen i. d. R. immer noch ein Problem. Dementsprechend benötigt man etwa spezielle Informationssysteme wie r Entscheidungsunterstützungssysteme, die unter Nutzung von Daten bzw. Informationen aus betrieblichen Administrations und Dispositionssystemen die zum Vorbereiten, Treffen und Durchsetzen von Entscheidungen notwendigen Informationen liefern (sollen).

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