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Harzburger Modell
Das «Harzburger Modell», die so genannte Führung im Mitarbeiterverhältnis, ist eine in der Bundesrepublik Deutschland bekannte Führungskonzeption, die sich gegen die autoritäre Führung wendet. Das Grundprinzip besteht im Führen durch Delegation von Verantwortung. Der hierarchische Aufbau bleibt dabei erhalten. Die Grundkonzeption des Harzburger Modells lässt sich in folgenden Punkten zusammenfassen: Die Entscheidungen werden nicht mehr lediglich von einem oder einigen wenigen an der Spitze des Betriebes getroffen, sondern jeweils von den Mitarbeitern, zu denen die Entscheidungen ihrem Wesen nach gehören; dem Mitarbeiter werden keine Einzelaufträge mehr erteilt; er erhält einen festen Aufgabenbereich mit den dazugehörigen Kompetenzen, in dem er selbständig handelt und entscheidet; ein Teil der Verantwortung der obersten Spitze wird mit den Aufgaben und den dazugehörigen Kompetenzen auf die Mitarbeiterebene übertragen; der Betrieb wird von unten nach oben aufgebaut, der Vorgesetzte übernimmt von vornherein nur die Aufgaben, die von den Mitarbeitern nicht übernommen werden können; in Stellenbeschreibungen werden im Einzelnen Aufgaben festgelegt, die jeder Stelleninhaber zu erfüllen hat; in einer «Allgemeinen Führungsanweisung» werden die Grundsätze der Führung im Mitarbeiterverhältnis für den Betrieb verbindlich festgelegt.
Kritisch lässt sich dem Modell entgegenhalten, dass es recht bürokratisch und formalistisch ist und lediglich vorgibt, demokratisch bzw. kooperativ zu sein. Der Mitarbeiter wird kontrolliert, hat aber kein Kontrollrecht gegenüber dem Vorgesetzten. Er wird zur Entscheidungsvorbereitung zwar mit herangezogen, die Entscheidung trifft aber der Vorgesetzte.
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