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Geldmarkt

(engl. finance market, money market) Als Geldmarkt bezeichnet man den Teil des Finanzmarktes, auf dem für Kreditinstitute Refinanzierungsmöglichkeiten zur Beschaffung von Zentralbankgeld (Geld) bestehen, die sie in Form kurzfristiger Finanzkredite (Kredit) an Nichtbanken ausleihen. Teilnehmer am deutschen Geldmarkt der Bundesrepublik Deutschland sind die Deutsche Bundesbank und die Geschäftsbanken. Der Handel von Zentralbankgeld zwischen den Banken erfolgt über Geldmarktkredite. Anlagen erfolgen nur für kurze Fristen, um eine Liquiditätssicherung (Liquidität) der Banken bei gleichzeitigen Zinserträgen zu erreichen. Bedarf an Geldmarktkrediten entsteht unregelmäßig, z. B. bei saisonal bedingten oder durch Zahlungsgewohnheiten der Bankkunden verursachten Barabhebungen, die zu einer Verknappung des Liquiditätsbestandes der Banken führen. Der Geldmarkt sorgt hier für eine funktionssichernde Verteilung der Zentralbankgeldmenge innerhalb des Bankensystems. Geldmarktkredite werden mit vertraglich vereinbarter Laufzeit (Festgeld) oder als Kündigungsgelder mit unbestimmter Laufzeit vereinbart. Laufzeiten reichen von einem Tag (Day to Day Money, Overnight Money) bis zu einem Jahr. Geldmarktkredite mit Laufzeiten über ein Monatsende hinaus werden als Ultimogeld bezeichnet.

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