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Euro

Beim Euro handelt es sich um die gemeinsame europäische Währung, die im Jahre 2002 die nationalen Währungen ablösen wird. Seit dem 1. Januar 1999 ist die Europäische Währungsunion in Kraft. Bisher sind elf Staaten der Europäischen Union an der Währungsunion beteiligt und bilden damit die künftige Eurozone. Mit dem Beitritt weiterer EU-Länder ist nach und nach zu rechnen. Bisher nehmen an der Währungsunion teil: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. 290 Millionen Menschen leben in diesen Ländern.

Am 1. Januar 2002 wird erstmalig das Bargeld des Euro ausgegeben. Damit wird er alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel in den o.g. europäischen Staaten. Allerdings erfolgt die Umstellung über einen Zeitraum von zwei Monaten. Am 1. März 2002 jedoch verschwinden die nationalen Währungen von der Bildfläche. Ihr Bargeldumlauf endet definitiv. Ab diesem Zeitpunkt gilt nur noch der Euro; genauer gesagt: Es gelten Euro und Cent. Für die Übergangszeit bis zur endgültigen Währungsumstellung wurden feste Wechselkurse für die Umrechnung der nationalen Währungen in Euro und retour fixiert. Es gilt folgender Umrechnungsschlüssel für die elf Währungen: Bargeldloses Zahlen (Bargeld und Buchgeld) in Euro ist bereits jetzt möglich. Um die Bürger der Teilnehmerländer der Währungsunion allmählich an das neue Geld zu gewöhnen, werden oft schon die Preise doppelt ausgezeichnet. Die neue Währung ermöglicht auch eine bessere Vergleichbarkeit der Preise innerhalb der teilnehmenden EU-Staaten. Die Banknoten des Euro gibt es in einer Stückelung von 5, 10, 20, 100,200 und 500 Euro. Ihre Gestaltung ist das Resultat eines Wettbewerbs unter dem Titel »Zeitalter und Stile in Europa«, den der Österreicher Robert Kaiina für sich entscheiden konnte. Wichtigstes Gestaltungselement des Papiergeldes sind Architekturelemente wie Brücken, Bogen und Fenster. Auf den Rückseiten befindet sich außerdem eine karthographische Abbildung von Europa. Die Münzen des Euro hingegen haben eine einheitliche Vorderseite und eine nationale Rückseite. So zeigt der Revers der deutschen 1-, 2 und 5-Cent-Münzen Eichenlaub, die Rückseite der deutschen 10-, 20- und 50-Cent-Münzen das Brandenburger Tor und die Rückseite der 1- und 2-Euro-Münzen den Bundesadler. Münzen wird es also zum Nennwert von 1, 2,5,10,20 und 50 Cent sowie zu 1 und 2 Euro geben. Die europäischen Kleinstaaten Vatikanstadt, San Marino und Monaco sind durch eine Währungs- und Zollgemeinschaft mit Italien bzw. mit Frankreich verbunden. Gelten dort bisher die nationalen Währungen, also in Vatikanstadt und San Marino die Italienische Lira, in Monaco der Französische Franc, wird 2002 auch dort der Euro eingeführt. Bis zur Einführung des Euro als alleinigem Zahlungsmittel der Teilnehmerländer müssen insgesamt 56 Milliarden Münzen mit einem Gesamtgewicht vom circa 250.000 Tonnen geprägt werden. Die Umstellung der Währungen auf den Euro ist auch ein Sicherheitsproblem. In einer Erklärung wiesen der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband darauf hin, daß die Einführung der neuen Währung auch kriminelle Phantasien wecken könne. »Der Umfang des in diesem Zeitraum auf deutschen Straßen transportierten Bargelds, D-Mark wie Euro, ist historisch einmalig«, heißt es in der Erklärung. So wird die Deutsche Bundesbank vermutlich 2,7 Milliarden Noten im Wert von circa 266 D-Mark zurücknehmen müssen und etwa 28 Milliarden Geldstücke zum Nennwert von ungefähr 9,6 Milliarden Mark. Etwa hunderttausend Tonnen werden die Münzen wiegen. Neben einem sicheren Transport wird auch eine sichere Lagerung allein der Münzen eine logistische Herausforderung darstellen, zumal neben der Rückführung der alten auch die Ausgabe der neuen Zahlungsmittel bewerkstelligt werden muß. Ungefähr zweieinhalb Milliarden Euro-Banknoten sollen in Deutschland ausgegeben werden sowie fünfzehneinhalb Milliarden Münzen. Das stellt die deutsch-deutsche Währungsunion vom 1. Juli 1990 bei weitem in den Schatten.

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