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DAX

Der Deutsche Aktienindex (DAX) ist der bedeutendste deutsche Börsenindex und bildet die Kursentwicklung der dreißig wichtigsten Standardwerte (oder Blue-Chips) des deutschen Wertpapierhandels ab. Unternehmen, die in den DAX aufgenommen werden, gehören zu den größten und finanzstärksten deutschen Unternehmen, die auch für die internationale Wirtschaft von herausragender Bedeutung sind.

Ab Juni 2002 werden auf Beschluß der Deutschen Börse AG die Unternehmen neu gewichtet, so daß sich für die Zusammensetzung des DAX möglicherweise Änderungen ergeben werden. Zur Gewichtung der Unternehmen wurde bisher ihre Marktkapitalisierung herangezogen, eine Kennziffer, die sich aus der Multiplikation des Aktienkurses eines Unternehmens mit der Anzahl der Aktien ergibt. Zwar wird die Marktkapitalisierung auch ab 2002 herangezogen, doch sollen nicht mehr alle Aktien eines Unternehmens Berücksichtigung finden, sondern nur noch die in Streubesitz befindlichen. Die Aktien im Festbesitz, also größere Aktienpakete ab fünf Prozent, die von Unternehmen, Familien, dem Staat oder der Belegschaft gehalten werden, werden nicht mehr bei der Berechnung der Marktkapitalisierung berücksichtigt, das heißt, der Börsenwert sinkt genau um die Höhe des Festbesitzes. Grund für die Einführung dieser Regelung ist der Wunsch, bei der Bewertung der Unternehmen mehr Gerechtigkeit obwalten zu lassen. Manche Unternehmen könnten mit der Neuregelung ihre DAX-Position verlieren, beispielsweise die Deutsche Telekom, deren Aktien sich zur Hälfe im Besitz des Bundes befinden.

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