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Controlling
Der Begriff Controlling lässt sich auf engl. to control, d. h. das Lenken, Steuern und Regeln von Prozessen, zurückführen. Ausgehend von diesem Begriffsursprung hat sich in Theorie und Praxis eine Vielzahl heterogener Auffassungen des Controllings herausgebildet, die von der Durchführung vergangenheitsorientierter SollIst Vergleiche bis zur weitgehenden Gleichsetzung von Controlling und k Management reichen. Besondere Bedeutung haben dabei drei Arten von Konzeptionen des Controllings gewonnen.
Bei den informationsorientierten Controlling Konzeptionen entspricht das Controlling weitgehend dem betrieblichen Informationssystem. Gemäß dieser Auffassung soll das Controlling vor allem zu einer hohen Entscheidungsqualität im . Unternehmen beitragen, indem es eine hinsichtlich Umfang, Art, Zuverlässigkeit sowie Aktualität adäquate Informationsbasis bereitstellt. Zur Erfüllung dieser Aufgabe sind Aktivitäten der Infonnationsbedarfsermittlung, Informationsbeschaffung, Informationsaufbereitung (bzw. uswertung), Informationsspeicherung und Informationsabgabe (oder übermittlung) erforderlich (Information, Informationsmanagement). Zurückgreifen kann das Controlling dabei unter anderem auf verschiedene induktive oder deduktive Verfahren der Informationsbedarfsermittlung sowie eine Reihe von Methoden zur Auswertung von Informationen wie Kennzahlen und Kennzahlensysteme oder die Kosten und Erlösrechnung. Sämtliche Aktivitäten lassen sich zudem durch den Einsatz der Datenverarbeitung unterstützen. Die regelungs und steuerungsorientierten Controlling Konzeptionen gehen allgemein von als kybernetische Regelkreise interpretierten Führungsprozessen aus, in denen die Führungsaktivitäten durch Vor und Rückkopplungen in Form von Informationsflüssen miteinander verbunden sind. Das Controlling soll in diesen Führungsprozessen Planungs , Kontroll und zudem gewisse Informationsversorgungsaufgaben wahrnehmen, damit auch unter Einfluss von Störungen (vor allem aufgrund sich ändernder Umwelt oder Unternehmensbedingungen) die Unternehmensziele erreicht werden. Dies umfasst die Wahl geeigneter Maßnahmen, die Identifikation von relevanten Abweichungen und die adäquate Reaktion auf diese. Controlling nstrumente stellen hier neben den angesprochenen Methoden der Informationsversorgung Planungs und Kontrollinstrumente wie Entscheidungsmodelle, die Portfolio nalyse, die + Budgetierung oder Frühaufklärungssysteme dar.
Bei den koordinationsorientierten Controlling Konzeptionen wird davon ausgegangen, dass die Aufgabe des Controllings in der Abstimmung im Führungssystem von Unternehmen besteht. So versteht Horvath unter Controlling «dasjenige Subsystem der Führung, das Planung und Kontrolle sowie Informationsversorgung systembildend und systemkoppelnd ergebniszielorientiert koordiniert ...». Dabei können der Funktion der Systembildung im Einzelnen die Aufgaben des Systementwurfs, der Systembewertung und uswahl sowie der Systemintegration zugeordnet werden. Die Systemkopplung dient der laufenden Abstimmung während des Systembetriebs. Weitere Auffassungen der Koordinationsaufgabe beziehen diese auf sämtliche Führungssubsysteme und schließen damit die Abstimmung zwischen der Organisation sowie der Personalführung (p Führung) und den anderen Führungsteilsystemen ein. Für diese Koordinationsaufgaben lassen sich die klassischen Informationsversorgungs , Planungs und Kontrollinstrumente (Planung, Kontrolle) nutzen, jetzt aber bezogen auf die Gestaltung des Führungssystems. Hohe Bedeutung haben insbesondere Kennzahlen bzw. Zielsysteme, Verrechnungspreise und Budgetierungssysteme.
In der jüngeren Literatur wird von Weber eine integrative Sicht des Controllings vorgeschlagen. Gemäß dieser kommt dem Controlling die Aufgabe der Sicherung der Rationalität der Führung zu, mit der bestehenden Rationalitätsdefiziten begegnet werden soll. Die Rationalitätssicherung soll unter anderem durch Informationsversorgungs , Planungs , Kontroll und Koordinationsaktivitäten erreicht werden, die kontextabhängig in den Vordergrund zu stellen sind.
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