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Bürokratie
Der autokratisch-willkürlichen Herrschaft, die in Europa sowohl auf staatlicher als auch auf betrieblicher Seite bis in das vorige Jahrhundert üblich war, stellte Max Weber zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine neue Form der Herrschaft gegenüber: Seine Bürokratische Herrschaft ist eine satzungsmäßige Herrschaft, die Willkür verbietet und aufgrund von Gesetzen ausgeübt wird. Der Willkür, Korruption und Vetternwirtschaft setzt Weber eine Herrschaftsform mit klar abgegrenzten Pflichten und Zuständigkeiten, klarer Über- und Unterordnung der Bediensteten, strenger Festlegung von Dienstablaufund -verfahren sowie Aktenmäßigkeit der Vorgänge entgegen. Da Bürokratie auf Dauer angelegt ist, wird sie berechenbar. Was damals ideal erschien, wandelte sich durch Übertreibung der Grundsätze zu Undurchschaubarkeit und Schwerfälligkeit, wodurch Bürokratie heute als negativ empfunden wird. Trotzdem sind die wesentlichen Prinzipien auch heute und in modernsten Unternehmen vorhanden.
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