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Auslandsanleihen

Auslandsanleihen sind Anleihen ausländischer Schuldner, die an einer inländischen Wertpapierbörse gehandelt werden und (bis zur endgültigen Einführung des Euro) in DM notieren.

Auslandsanleihen sind gut geeignet als Depotbeimischung zur Risikostreuung (Portfoliodiversifikation). Da diese Anleihen in Inlandswährung gehandelt werden, besteht unabhängig von der Nationalität des oder der Emittenten kein Währungsrisiko.

Auslandsanleihen werden auch von Schuldnern geringer Bonität begeben, etwa von Drittweltstaaten oder Schwellenländern (Emerging-Market-Fonds, High-Yield-Bonds).

Insbesondere bei international niedrigen Zinssätzen werden hohe Renditen bei der Anlage in Auslandsanleihen nur durch den Kauf risikobehafteter Papiere erzielt. Gerade während Niedrigzinsphasen werden daher oft DM-Auslandsanleihen lateinamerikanischer und osteuropäischer Emittenten gekauft, die ein hohes Bonitätsrisiko haben. Es gilt wie bei High-Yield-Bonds und Fremdwährungsanleihen: Je höher der Zins, desto geringer die Kreditwürdigkeit (Bonität) des Emittenten, desto größer das Risiko einer Zins- und Rückzahlungsverzögerung und/oder eines Zins- bzw. eines teilweisen oder ganzen Rückzahlungsausfalls und/oder einer Verlängerung der Gesamtlaufzeit der Anleihe zu schlechteren Konditionen. Zinsen aus DM-Auslandsanleihen werden als Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 Abs. 1 Nr. 7 Einkommensteuergesetz (EStG) versteuert.

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